Die
About
Change, Collection Stiftung
möchte mit ihren Präsentationen und Veranstaltungen interdisziplinäre
Begegnungen zwischen KünstlerInnen der Sammlung und Personen aus
Bereichen wie Wissenschaft, Philosophie, Soziologie, Medien und Wirtschaft
organisieren und Kunst einem Publikum vorstellen, das punktuell über
Kunstinteressierte hinausgeht.
In diesem Sinne soll die erste Projektphase der
About
Change, Collection Stiftung Katalysator für eine Reihe von
weiterführenden Veranstaltungen sein, die, von einzelnen Kunstwerken
und KünstlerInnen ausgehend, das Verhältnis zwischen den Künsten
und anderen gesellschaftlichen Bereichen thematisieren. Dabei geht es
ausdrücklich nicht um systematische Übersichten, historische
Kanonisierungen oder Behauptungen von Vollständigkeit, sondern
um die Summe von spezifischen Ein- und Ausblicken auf Bedingungen, die
Veränderungen auslösen.
Ein wesentlicher Aspekt der
About
Change, Collection Stiftung
ist die Collage, die Assemblage, die Zusammenführung unterschiedlicher
Materialien, Medien, Kontexte und Inhalte, sowie die Geschichte dieser
künstlerischen Arbeitsweise im Allgemeinen. Die Collage ist also
nicht nur als eine Referenz auf eine Technik der Bildenden Kunst zu
verstehen, sondern meint hier im Sinne von Max Ernst das zufällige
oder künstlich provozierte Zusammentreffen von zwei oder mehr wesensfremden
Realitäten, wie sie es auch in der Literatur, im Film oder im Theater
gibt. Der wesentliche Aspekt meiner Sammlung, der
About
Change, Collection Stiftung ist die Collage, die Assemblage,
die Zusammenführung unterschiedlicher Materialien, Medien, Kontexte
und Inhalte, sowie die Geschichte dieser künstlerischen Arbeitsweise
im Allgemeinen. Die Collage ist also nicht nur als eine Referenz auf
eine Technik der Bildenden Kunst zu verstehen, sondern meint hier im
Sinne von Max Ernst das zufällige oder künstlich provozierte
Zusammentreffen von zwei oder mehr wesensfremden Realitäten, wie
sie es auch in der Literatur, im Film oder im Theater gibt.
Neben der Präsentation von ausgewählten Arbeiten, die im stetigen
Wandel immer wieder neue, andere Ausschnitte der
About
Change, Collection Stiftung vorstellen wird, ist also der wesentliche
Aspekt der Nutzung der Räume am Kupfergraben 10, die Veranstaltung
einer Reihe von Gesprächen, die, frei nach William S. Burroughs,
Interzone heißt.
Bei Burroughs ist die
Interzone
ein alle Konventionen, Vorstellungen, Wahrnehmungen und Gewohnheiten
entgrenzendes Cut Up-Wunderland. Im Zusammenhang mit der
About
Change, Collection Stiftung heißt
Interzone,
dass ein Künstler, eine Künstlerin der aktuellen Präsentation
auf eine Person ihrer Wahl, die nicht aus dem Bereich der Kultur kommt,
trifft und ein moderiertes Gespräch führt. Auch im Falle dieser
Gesprächscollage treffen also wesensfremde Realitäten aufeinander
und die Hoffnung, die Chance aber auch das volle Risiko werden darin
liegen, ob es denn zu dem „Funken Poesie kommt, welcher bei der
Annäherung dieser Realitäten überspringt“ (Max
Ernst).
Wir freuen uns außerordentlich, dass wir Tobias Rehberger und
Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker gewinnen konnten, mit uns zu versuchen,
den Funken überspringen zu lassen. Rehberger ist neben seiner Tätigkeit
an der Städelschule einer der wichtigen internationalen Künstler
seiner Generation, der sich seit Beginn der 90er Jahre immer wieder
auch mit den Grenzverschiebungen zwischen zeitgenössischer Bildender
Kunst und anderen Praktiken beschäftigt hat.
International bekannt wurde Rehberger zum Beispiel durch seine Installation
Günter's. wiederbeleuchtet im Rahmen der Skulptur. Projekte in
Münster 1997, die systematisch die Möglichkeiten von Kunst,
Architektur und Dienstleistung an einem spezifischen Ort durchdeklinierte
oder sein letztjähriges Projekt On Otto, bei dem Rehberger mit
Hilfe internationaler Kooperationen und Unterstützung durch Hollywood-Stars
wie zum Beispiel Kim Basinger, einen Film vom Plakat bis zum Drehbuch
in umgekehrter Reihenfolge entwickelte.
Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker ist nicht nur einer der wichtigen internationalen
Gen-Forscher, er ist auch als langjähriger Geschäftsführer
der DFG (Deutschen Forschungsgemeinschaft) und Mitglied des Nationalen
Ethikrates einer der wesentlichen gesellschaftlichen Übersetzer
avancierter wissenschaftlicher Arbeit. Seit 2007 ist er in dieser Funktion
erster Generalsekretär des neu gegründeten European Research
Council in Brüssel, einem weiteren Publikum ist er als Autor sehr
lesenswerter Bücher zu den Möglichkeiten und Grenzen der Genforschung
bekannt.
Das Abenteuer
Interzone
bedeutet auch, dass es keine unmittelbare Notwendigkeit gibt, keiner
der beiden Gesprächspartner einen Auftrag zu erfüllen hat.
Beiden ist aber die Neugier und das Interesse an dem Anderen und seinem
Arbeitsfeld gemein, das Gespräch wird sich um Fragen von Arbeitsorganisation,
Autorenschaft, die Höhe von Elfenbeintürmen, die jeweilige
Disziplin und ihr jeweiliges Verhältnis zur Öffentlichkeit
drehen und darum, was Vermittlung von Spitzenforschung und Hochkultur
mit Tomaten und Mozarella zu tun hat.
Die Gespräche werden vor kleinem Kreis aufgezeichnet und anschließend
als download auf der webpage von
About
Change, Collection Stiftung (www.aboutchangecollection.com) veröffentlicht.
Der Tagesspiegel konnte als Medienpartner gewonnen werden.
„An den Schnittstellen zwischen den verschiedenen Welten entsteht
Neues, entsteht Veränderung. Das ist es, was mich an Kunst interessiert:
inwiefern sie Veränderungen auslösen kann, die über den
eigenen Wahrnehmungsbereich hinausgehen. Die Collage ist eine solche
fruchtbare Schnittstelle und beschäftigt mich seit Jahren. In der
Arbeit von Kurt Schwitters ebenso wie in der von Ceal Floyer. Kunst
und Collage, MTV und VJing, About Change und Start Ups in den Neuen
Medien - was mich fasziniert, ist der Perspektivwechsel und die Chance,
neue Zusammenhänge herzustellen.“, sagte Christiane zu Salm
anlässlich der ersten
Interzone
zu Beginn dieser Woche in Berlin.