Interplay
Taryn
Simon in der About
Change, Collection Stiftung, Berlin
31. Oktober 2008, 18.00 – 19.00 Uhr
Wir freuen uns, die Gelegenheit nutzen zu können,
Taryn
Simon herzlich für Ihren Dia-Vortrag in der
About
Change, Collection Stiftung, Berlin am vergangenen Freitag, den 31. Oktober, zu danken.
Im Folgenden finden Sie eine kurze Biographie wie auch Begleittexte
zu den beiden Werkgruppen, über die
Taryn
Simon gesprochen hat.
Künstlerbiographie und Begleittexte zu den Arbeiten von Taryn
Simon
Taryn
Simon wurde 1975 in New York geboren. Sie hat an der Brown
University studiert und ist Guggenheim Fellow. Eine Ausstellung ihrer
jüngsten Reihe von Fotografien, An American Index of the Hidden
and Unfamiliar, wurde im März 2007 im Whitney Museum of American
Art in New York eröffnet und war von September 2007 bis Januar
2008 im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main zu sehen.
Teile von Simons Index werden zur Zeit im Rahmen der 7. Gwangju Biennale
Annual Report: A Year in Exhibitions und in der Gagosian Gallery in
Los Angeles ausgestellt.
Taryn
Simon ist einem internationalen Publikum durch eine Werkreihe
bekannt geworden, die von 2003 bis 2004 im P.S.1 in New York und später
auch in den KW Institute for Contemporary Art in Berlin zu sehen war.
The Innocents „dokumentiert die Geschichten von Personen, die
für Gewaltverbrechen im Gefängnis einsaßen, die sie
nicht begangen haben“ (Näheres siehe unten).
Im Begleittext zu An American Index of the Hidden and Unfamiliar heißt
es: „In diesem Projekt inventarisiert die Künstlerin
Taryn
Simon in der Doppelrolle als raffinierte Informantin und Kuriositätensammlerin
Orte innerhalb der US-amerikanischen Grenzen, die dem Blick entzogen
wurden und im Verborgenen liegen. Durch die sorgfältige Dokumentation
verschiedener Themen aus den Bereichen der Wissenschaft, Regierung,
Medizin, Unterhaltung, Natur, Sicherheit und Religion untersucht sie
die Gesellschaft. Indem sie das Unbekannte in einer faszinierenden und
verständlichen Form präsentiert, widersetzt sich Simon der
Diskrepanz zwischen dem freien Zugang einiger weniger Privilegierter
und dem beschränkten Zugang der Öffentlichkeit zu diesen Orten.
Simon nutzt die mit Bildunterschriften versehenen Fotografien als Medium
der öffentlichen Wissensvermittlung: Durch die Kombination von
Text und Bild unterstreicht ihre Arbeit die vielschichtige Beziehung
zwischen Fotografie und Kontext. Das Visuelle wird ästhetisch aufbereitet
und anschließend durch den Text neu definiert. Die Reihe von zumeist
mit einer Großbildkamera fotografierten Werken entstand über
einen Zeitraum von vier Jahren. Simons mal ätherisch, mal bedrohlich
wirkende Kompositionen sind so vielseitig wie ihre Motive, die von den
radioaktiven Behältern in einem Atommülllager bis hin zu einem
Schwarzbären im Winterschlaf reichen. Indem sie untersucht, was
wesentlich für die Grundfesten der Vereinigten Staaten, deren Mythos
und das Funktionieren des Alltags ist, schafft Simon eine Sammlung von
Werken, die die nationale Identität widerspiegeln und offenbaren.“
Ein Teil von Simons Index wurde in
Introduction
vorgestellt, der ersten Ausstellung von Werken aus der Berliner
About
Change, Collection Stiftung.
Taryn
Simons Fotografien wurden auf Ausstellungen im In- und Ausland
präsentiert, unter anderem auf der Gwangju Biennale (2008), im
Museum für Moderne Kunst (MMK), Frankfurt/Main (2007–2008),
Whitney Museum of American Art, New York (2007), High Museum of Art,
Atlanta (2006), Haus der Kunst, München (2006), Contemporary
Arts Center, Cincinnati (2005–2006), in den KW Institute for
Contemporary Art, Berlin (2004) und im P.S.1 Contemporary Art Center,
New York (2003).
Ihre Werke finden sich in den ständigen Sammlungen vieler internationaler
Museen: u.a. Metropolitan Museum of Art, New York, Tate Modern, London,
Centre Pompidou, Paris, The Museum of Fine Arts, Houston, Museum of
Contemporary Art, San Diego, High Museum of Art, Atlanta und Whitney
Museum of American Art, New York.
Ihre Fotografien und Texte wurde in zahlreichen Printmedien veröffentlicht
und auch in elektronischen Medien vorgestellt, darunter The New York
Times Magazine, The New Yorker, CNN, BBC, Frontline und NPR (National
Public Radio).